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| Yttrium-Aluminium-Granat | |
| Yttrium-Aluminium-Granat-Stab | |
| Chemische Formel |
Y3Al5O12 |
| Mineralklasse | |
| Kristallsystem | kubisch |
| Kristallklasse | kubisch-hexakisoktaedrisch <math>4/m\ \bar{3}\ 2/m</math>[1] |
| Farbe | farblos, kann je nach Dotierung auch grün, blau, pink, rot, orange, gelb und violett sein |
| Strichfarbe | weiß |
| Mohshärte | 8 bis 8,5 |
| Dichte (g/cm3) | 4,55 - 4,65 |
| Glanz | Glasglanz |
| Transparenz | durchsichtig |
| Bruch | muschelig |
| Spaltbarkeit | keine |
| Habitus | |
| Kristalloptik | |
| Brechungsindex | no= 1,833 ne= 1,833 |
| Doppelbrechung (optische Orientierung) |
keine |
| Winkel/Dispersion der optischen Achsen |
2vz = 0,028 (BG) |
| Weitere Eigenschaften | |
| Schmelzpunkt | 1950 °C [1] |
Yttrium-Aluminium-Granat, meist unter der englischen Abkürzung YAG (yttrium aluminium garnet) bekannt, ist eine künstlich hergestellte kristalline Verbindung mit der chemischen Zusammensetzung Y3Al5O12. Ein im Aufbau ähnlicher, ebenfalls künstlicher Kristall ist der Yttrium-Eisen-Granat (YIG: yttrium iron garnet).
Inhaltsverzeichnis |
Die Herstellung von YAG erfolgt fast ausschließlich nach dem Czochralski-Verfahren (Cz-Verfahren), mit dem Einkristalle von mehr als 300 mm Länge und bis zu 100 mm Durchmesser gezüchtet werden können. [1]
YAG wird vorwiegend als einkristalliner Wirtskristall für Festkörperlaser genutzt. Hierfür wird er je nach gewünschten Eigenschaften, vor allem der zu emittierenden Wellenlänge mit verschiedenen Lanthanoiden dotiert, unter anderem mit Neodym (Nd:YAG-Laser) und Erbium (Er:YAG-Laser).
Zur Herstellung von weißen LEDs kann mit Cer dotiertes YAG-Pulver (YAG:Ce3+) als gelber Leuchtstoff in Kombination mit einer blauen LED (Indiumgalliumnitrid InGaN) eingesetzt werden. YAG:Ce3+-Einkristalle werden weiterhin als Szintillatoren in Rasterelektronenmikroskopen (REM) verwendet, wo sie zur Erzeugung besonders rauscharmer Bilder dienen.
YAG (gemmologisch korrekt: Granatoid) ist aufgrund seiner Mohshärte von 8 bis 8,5 sowie seiner hohen Dispersion und Brechzahl (zusammen ergeben sie das sog. Feuer) auch ein beliebter Schmuckstein. Farblos und unter den Handelsnamen simulated diamond, Diamonair oder Cirolit diente er als Diamantersatz bis er durch den besser geeigneten Zirkonia ersetzt wurde. Je nach Dotierung mit verschiedenen Elementen und den dadurch erzeugten Farben Grün, Gelb, Blau, Rot und Violett kann er auch zur Imitation anderer Schmucksteine verwendet werden. [2][3]