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Yves Chauvin (* 10. Oktober 1930 in Menen, Belgien) ist ein französischer Chemiker und Träger des Nobelpreises für Chemie (2005).
Inhaltsverzeichnis |
Sein Studium hat Yves Chauvin an der École Supérieure de Chimie Industrielle de Lyon (heute CPE Lyon) absolviert und dort 1954 seinen Abschluss erlangt. Fast sein gesamtes wissenschaftliches Leben hat er am Institut Français du Pétrole (IFP) in Rueil-Malmaison in der Nähe von Paris verbracht. Mitte der 1990er Jahre ging er in den Ruhestand und ist heute Directeur de Recherche Honoraire (Forschungsdirektor ehrenhalber). Seit 1996 ist er Mitglied der Académie des sciences.
Über Chauvins Leben ist wenig bekannt, der Wissenschaftler lebt zurückgezogen in Tours. Er war verheiratet, seine Frau starb 2004.
Chauvin beschrieb 1970 erstmals detailliert die Olefinmetathese, bei der Olefine (Alkene) aus einfachen Kohlenwasserstoffverbindungen synthetisiert werden. Erst 1990 gelang es Richard R. Schrock einen Katalysator für dieses Verfahren zu entwickeln. Nachdem Robert Grubbs zwei Jahre später den luftstabilen Grubbs-Katalysator entwickelte, wird es heute in der chemischen Industrie eingesetzt.
Im Dezember 2005 erhielt Chauvin für diese Erkenntnisse zusammen mit Schrock und Grubbs den Nobelpreis für Chemie.
In einer ersten Stellungnahme bezeichnete Chauvin die Verleihung des Nobelpreises an ihn als „ausgesprochen peinlich“ und kündigte an, der Preisverleihung am 10. Dezember 2005 in Stockholm fernbleiben zu wollen.[1] Später besuchte er die Verleihung aber dennoch und hielt zuvor am 8. Dezember 2005 seine Nobelpreisrede in der Stockholmer Universität.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Chauvin, Yves |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Chemiker und Nobelpreisträger für Chemie (2005) |
| GEBURTSDATUM | 10. Oktober 1930 |
| GEBURTSORT | Menen, Belgien |