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In vorspanischer Zeit waren die Zapoteken Träger einer hochentwickelten Kultur in Südmexiko (Bundesstaat Oaxaca). Erste Siedlungsspuren lassen sich um 1500 v. Chr. nachweisen. Das Zentrum ihrer kulturellen Entwicklung war Monte Albán. Schon in der ersten Entwicklungsphase von Monte Albán tauchen Schrift- und Zahlzeichen auf. In der Reliefkunst und in der Keramik sind olmekische Einflüsse ablesbar. Es finden sich Stelen mit eingravierten Bildnissen seltsam verrenkter menschlicher Figuren, die so genannten danzantes, die „Tanzenden“.
In der Blütezeit der zapotekischen Kultur (300 bis 900) (Monte Alban III) wurden Anregungen aus Teotihuacán aufgenommen und eigenständig weiterentwickelt. In der Keramik fertigten die Zapoteken meisterhafte Figurengefäße (Bildurnen), die als Opferbehältnisse verwendet wurden. Weiterhin hatten sie eine hohe Kunstfertigkeit in der Verarbeitung von Metall, Stein und Federn erlangt. In Grabkammern haben sich farbige Wandmalereien erhalten.
In der nachklassischen Periode (10.–15. Jahrhundert) lebten die Zapoteken in Auseinandersetzung mit den Mixteken, die Teile ihres Siedlungsgebietes unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Vor der spanischen Eroberung befand sich der Sitz des Zapotekenherrschers in Zaachila, während Mitla als Kultzentrum und Residenz des Hohenpriesters von Bedeutung war.Der wohl bedeutendste Zapoteke ist der ehemalige Präsident der Republik Mexiko, Benito Juárez, der in den 1860er Jahren den Abwehrkampf gegen die Franzosen unter Napoléon III. und gegen den Habsburger Maximilian I. - der den Thron als Kaiser von Mexiko beanspruchte - führte und erfolgreich beendete.
Nach einer Schätzung von 1997 leben 785.000 Zapoteken in Mexiko. Ihre Sprache, das Zapotekische oder Diidzaj,[1]die in ihren sieben idiomatischen Varianten auch heute noch am Isthmus von Tehuantepec und im Bundesstaat Oaxaca gesprochen wird, gehört zusammen mit der Sprache der benachbarten Mixteken der Otomangue-Sprachfamilie an.