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| Flagge |
Wappen |
| Provinz | |
| Bürgermeister | Arnold Gerritsen (D66) |
| Fläche – Land – Wasser |
42,84 km² 40,94 km² 1,9 km² |
| CBS-Code | 0301 |
| Einwohner | 47.054 (31. Dez. 2010[1]) |
| Bevölkerungsdichte | 1.098 Einwohner/km² |
| Koordinaten | 52° 8′ N, 6° 12′ O52.13972222226.195Koordinaten: 52° 8′ N, 6° 12′ O |
| Bedeutender Verkehrsweg | N314, N319, N345, N346, N348, N826 |
| Vorwahl | 0575 |
| Postleitzahlen | 7200-7207, 7230-7232 |
| Website | http://www.zutphen.nl/ |
Zutphen (
anhören?/i) (deutsch Zütphen) ist eine niederländische Gemeinde in der Provinz Gelderland mit 47.054 Einwohnern.
Inhaltsverzeichnis |
Die Gemeinde Zutphen umfasst die Stadt gleichen Namens und das an der Ostseite gelegene Dorf Warnsveld, das sich zu einem Vorort Zutphens entwickelt hat. Fast 30 Kilometer nordöstlich von Arnheim gelegen, mündet hier die Berkel in die IJssel.
Die Stadt Zutphen existierte schon in der Römerzeit. Es war eine fränkische Siedlung, und es wurde ein Verwaltungszentrum einer hamaländischen Grafschaft in der Karolingerzeit. Kurz nach 882, als die Wikinger die damalige Siedlung ausraubten, wurde eine 10 Hektar große Ringwallburg angelegt. Mitte des 11. Jahrhunderts wurde im Auftrag des Kaisers Heinrich III. am Grafenhof eine 54 Meter lange Königspfalz gebaut, und der seit 1046 amtierende Herrscher der Stadt, Reichsbischof Bernold von Utrecht, gründete und baute eine neue Kapitelkirche, die heutige St. Walburgiskirche. Die Stadt war schon im 11. Jahrhundert von Bedeutung (unter anderem Münzprägung) und war eine Handelskonkurrentin von Deventer, das nur 15 Kilometer IJsselabwärts liegt. Sie war seit dem 13. Jahrhundert Mitglied der Hanse und betrieb Handel mit England, Flandern, Dänemark, den Ostseestädten und dem Baltikum. Zutphen war im Mittelalter eine Zeit lang die Hauptstadt einer niederländischen Grafschaft gleichen Namens (vom 9. bis 11. Jahrhundert eine Grafschaft am IJsselfluss (Iselgo, Islo); seit dem 12. Jahrhundert als Grafschaft Zutphen angedeutet). Diese Grafschaft war seit 1138 Teil des Herzogtums Geldern.
Der Achtzigjährige Krieg bescherte Zutphen viel Elend [2]. Am 10. Juni 1572 wurde die bis dahin überwiegend noch katholische Stadt von den Protestanten erobert, die sofort einen Bildersturm trieben. Nur fünf Monate später, am 8. November, eroberten es die Truppen des Herzogs von Alba wieder für die katholischen Spanier zurück. Dabei wurde ein Massaker angerichtet: Etwa 800 Männer in Zutphen wurden getötet. Moritz von Nassau eroberte Zutphen im Jahre 1591 schließlich für die Niederlande zurück. [3]
Seither ist Zutphen eine Provinzstadt, das Tor zur niederländischen Grenzregion Achterhoek. Im 19. Jahrhundert wurde die Industrie von Bedeutung, als Zutphen eine Eisenbahnverbindung mit Amsterdam und Arnheim erhalten hatte.
Die IJsselbrücken waren 1940 und 1945 Schauplatz heftiger Kämpfe im Zweiten Weltkrieg. Auch die Innenstadt erlitt dabei schwere Schäden. In den letzten Jahren des 20. Jahrhunderts entstanden südlich des Stadtkerns ausgedehnte Neubauviertel.
Im Rahmen der Gemeindereform am 1. Januar 2005 wurde die ehemalige Gemeinde Warnsveld (9.037 Einwohner, Stand 2003) Teil der Gemeinde Zutphen.
Entwicklung der Einwohnerzahl (1. Januar):
Partnergemeinden:
Zutphen besitzt ein größeres Industriegelände westlich der Stadt, am Fluss, mit einem kleinen Binnenhafen. Dort ist unter anderem das Druckerei- und Verlegergewerbe und die Metallindustrie von Bedeutung.
Zutphen ist ein überregionales Bildungs- und Justizzentrum (mit Gefängnis). Die Stadt hat auch ein Krankenhaus sowie eine große psychiatrische Klinik.
Im Ortsteil Warnsveld wurde am 23. August 1944 mit 38,6 °C die höchste jemals in den Niederlanden gemessene Temperatur registriert.[4]
Von 1902 bis 1954 bestand eine Schmalspur-Straßenbahn-Verbindung nach Emmerich (→ Straßenbahn Zutphen–Emmerich).
Die Stadt hat einen Bahnhof an der InterCity Linie Zwolle - Deventer - Arnheim - Nimwegen. Außerdem verkehren Lokalzüge nach Lochem, Hengelo, Winterswijk und Apeldoorn.
Zutphen verfügt über zwei Jachthäfen, den "Gelrehaven" und den "Marshaven". Zudem gibt es einen historischen Hafen, den "Houthaven" für historische Schiffe. Für Wohnboote gibt ebenfalls es eine Reihe von Liegeplätzen.
Söhne und Töchter
Die Gebrüder François und Pierre Hemony, lothringische Flüchtlinge, betrieben von 1640 bis 1657 eine bedeutende Glockengießerei in Zutphen. Nach ihnen ist die Hemonystraat benannt.
Ein Marskrater mit einem Durchmesser von 38 km wurde nach Zutphen benannt.
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