|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
| Zweisimmen | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat: | Schweiz |
| Kanton: | Bern |
| Verwaltungskreis: | Obersimmental-Saanen |
| BFS-Nr.: | 0794 |
| Postleitzahl: | 3770 |
| UN/LOCODE: | CH ZIM |
| Koordinaten: | 594480 / 15541546.5499977.366663947Koordinaten: 46° 33′ 0″ N, 7° 22′ 0″ O; CH1903: 594480 / 155415 |
| Höhe: | 947 m ü. M. |
| Fläche: | 73.1 km² |
| Einwohner: | 2922 (31. Dezember 2010)[1] |
| Website: | www.zweisimmen.ch |
| Karte | |
Zweisimmen ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Obersimmental-Saanen des Kantons Bern und liegt im Berner Oberland.
Inhaltsverzeichnis |
Durch die Gemeinde fliessen die Grosse Simme sowie die Kleine Simme, daher der Name. Die Region um Zweisimmen im Simmental ist von Bergen eingefasst: im Norden von den steil gezackten Kalkriffen der Stockhorn-Gantrisch-Gastlosen-Kette, im Süden vom vergletscherten Hauptkamm der Berner Alpen, aus dem als markanteste Gestalten Wildstrubel, Wildhorn und Diablerets-Massiv herausragen.
Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Zweisimmen, Blankenburg, Mannried, Grubenwald und den Streusiedlungen Oeschseite und Reichenstein. In Blankenburg mit seinem Schloss ist die Bezirksverwaltung untergebracht.
Um 850 entstanden die Siedlungen Zweisimmen, Grubenwald und Betelried. Das Schloss Blankenburg wird 1325 erstmals urkundlich erwähnt.
Die ersten Schule wurde 1608 eingerichtet. Kurz danach zwischen 1816 und 1821 entstand die Simmentalstrasse. Im Jahr 1862 verwüstete ein Dorfbrand Zweisimmen, die Hälfte der Häuser verbrannte. Nach dem Telegrafenbüro 1868, hält 1900 das elektrisches Licht Einzug. Von 1902 bis 1905 erfolgte der Bau der Eisenbahnverbindungen nach Montreux. In den Jahren 1932-1936 wurde die Simmentalstrasse asphaltiert und ausgebaut. Mit dem Winter 1934 begann in Zweisimmen der Skitourismus und ab 1936 verfügten die Skisportler über ein spezielles Transportmittel für Wintersportler, die als Funi (Kurzform von "Funiculaire") bezeichnete Schlitten-Standseilbahn. Wie bei einer Standseilbahn fuhren zwei Schlitten gegenläufig hinauf und hinunter, allerdings nicht auf Gleisen, sondern auf dem Schnee. Nach dem Bau der Gondelbahn Zweisimmen-Rinderberg 1957 war diese, bis in die 1970er Jahre, die Längste ihrer Art in Europa. Sie wurde 1987 runderneuert.
Bedeutendster Wirtschaftsfaktor ist der Tourismus. Weitere wirtschaftliche Standbeine der Gemeinde sind Dienstleistung, Gewerbe und Landwirtschaft.
Die Region eignet sich für Wanderungen, für alpinistische Unternehmungen sowie für Wintersport. Im Winter werden 220 km Pisten mit 57 Bergbahnen angeboten, im Sommer 300 km Wanderwege.[2]
Zweisimmern verfügt über ein öffentliches Spital mit 24-Stunden-Notfallversorgung. Es gehört zum Klinkverbund der Spitäler STS.
Zweisimmen ist mit Strasse und Schiene sowie mit dem Flugplatz Zweisimmen/Saanen gut erschlossen.
Die Gemeinde ist Endpunkt der normalspurigen Eisenbahnlinie der BLS von Spiez. In Zweisimmen beginnen die meterspurigen Bahnlinien der Montreux–Berner Oberland-Bahn (MOB) nach Lenk sowie nach Montreux an den Genfersee.
Das Simmental ist für den Individualverkehr durch das Simmental gut erschlossen. Strassenverbindungen über den Jaunpass nach dem Freiburgerland, den Col des Mosses und Col du Pillon in den Kanton Wallis galten schon seit Beginn der Besiedlung als wichtige Übergänge.
Die reformierte Kirche St. Maria wurde Mitte des 15. Jahrhunderts erbaut. Der Bau ist aussen und innen mit spätgotischen Fresken bemalt, die Beziehungen zur schwäbischen Malerei (Strigel-Werkstatt) aufweisen und in den Jahren 1470-1500 erstellt wurden. Die Westfassade ist mit Christophorus, mit der Verkündigung an Maria sowie mit Georg im Kampf mit dem Drachen geschmückt. Im Innern befinden sich an den Langhauswänden Szenen aus der Marienlegende und dem Leben Jesu. Der Chor ist bemalt mit einer Apostelreihe und einem Engel mit Weihrauchfass.
Die Umwelt in Zweisimmen ist weitgehend intakt (sehr geringe Feinstaubbelastung und Ozonbelastung). Das Trinkwasser stammt mehrheitlich aus Quellen. Teile der Gemeinde Zweisimmen gehören dem Naturschutzgebiet Spillgerten an.
Boltigen | Gsteig bei Gstaad | Lauenen | Lenk im Simmental | Saanen | St. Stephan | Zweisimmen
Kanton Bern | Verwaltungskreise des Kantons Bern | Gemeinden des Kantons Bern