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| Weißenborn Große Kreisstadt Zwickau
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| Koordinaten: | 50° 44′ N, 12° 28′ O50.739166666712.47Koordinaten: 50° 44′ 21″ N, 12° 28′ 12″ O |
| Eingemeindung: | 1. Jan. 1922 |
| Vorwahl: | 0375 |
Weißenborn ist ein Stadtteil im Stadtbezirk Zwickau-Nord. Nordwestlich des Stadtzentrums gelegen grenzt er nördlich an Niederhohndorf, östlich an Pölbitz und südlich an Marienthal. Im äußersten Westen hat Weißenborn eine gemeinsame Grenze mit dem Stadtgebiet von Werdau. Der Stadtteil, mit einer vorwiegend aus Ein- und Zweifamilienhäusern bestehenden und begehrten Wohnlage, wurde am 1. Januar 1922 in die Stadt Zwickau eingemeindet.
Inhaltsverzeichnis |
Weißenborn war ursprünglich ein Dorf vor den Toren der Stadt Zwickau. Der Ort fand 1324 erstmals urkundliche Erwähnung.
Die stetige Industrialisierung Anfang des 20. Jahrhunderts brachte auch für Weißenborn bedeutende Veränderungen mit sich. Weißenborn war seit dem 1. Dezember 1938 durch den Oberleitungsbus Zwickau mit dem Stadtzentrum und der Nachbargemeinde Lichtentanne verbunden; es existierten die beiden Endhaltestellen Weißenborn-Stadtpark und Weißenborn-Siedlung. Die Oberleitungsbusse auf dieser Linie wurden ab 31. August 1977 durch Dieselbusse ersetzt, die Oberleitung anschließend schrittweise entfernt[1].
Unmittelbar gegenüber der Johanniskirche befindet sich das Gelände des von August Horch 1904 gegründeten Horchwerks, dem späteren Sachsenring-Werksteil I.
Die Weißenborner Johanniskirche war von 1891 bis 1925 Wirkungsstätte von Pastor Max Hahn (* 26. Juni 1862, † 3. Juli 1939). Nach der Gründung der Horchwerke gehörte auch August Horch dieser Kirchengemeinde an. Horch wurde ein enger Freund des Pastors. Max Hahn, der selbst an vielen Automobilwettbewerben aktiv teilnahm, wurde auch als „Automobilpastor“ sehr bekannt. Gleichfalls ein prominenter Einwohner von Zwickau-Weißenborn war Oberingenieur Hermann Lange. Lange verließ 1909 zusammen mit August Horch die Horchwerke, um anschließend als Chefkonstrukteur im Zwickauer Audi-Werk weiter zu wirken. Max Hahns und Hermann Langes Gräber befindet sich noch heute auf dem Zwickauer Hauptfriedhof[2].
In den Jahren 1925/1926 wurde hier mit Unterstützung von Simon Schocken auch das als „Schockensiedlung“ bezeichnete Areal bebaut. Schocken war Mitinhaber des Warenhauskonzerns Schocken. In der Siedlung, wozu auch die Villa Schocken gehört, gibt es einen Simon-Schocken-Platz[3].
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Quelle: Städtebauliches Entwicklungskonzept der Stadt Zwickau 2020 (Stand: Dezember 2006) sowie Statistische Informationen der Stadt Zwickau 2006/1.
Bekannt ist die erst im gotischen Stil errichtete und später neogotisch umgebaute Johanniskirche aus dem 13. Jahrhundert. Um 1880 war die Kirche fast zur Ruine verkommen, wurde aber durch Baurat Oskar Mothes, der auch die Zwickauer Marienkirche gotisieren ließ und für den Bau der neogotischen Reinsdorfer Backsteinkirche verantwortlich war, 1886 erweitert. Die Kirche diente auch den bäuerlichen Familien Niederhohndorfs als Gotteshaus.
Der Zwickauer Stadtpark im „Weißenborner Wald“ mit seinen drei Teichen, der Stadtförsterei und dem bis nach Werdau reichenden Waldbestand ist ein beliebtes Ausflugs- und Erholungsziel in der Zwickauer Region. Dazu gehören ein Waldsportplatz und die Quelle Bellmanns Brunnen, wo der Sage nach ein Vogelfänger Namens Pöllmann von einer Kreuzotter gebissen wurde und an den Folgen dieses Bisses verstorben sein soll.
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